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Geschichte des Stadtteils Dornbusch

Gutshof
Bis weit ins 19. Jahrhundert, ja zum großen Teil sogar bis in unser Jahrhundert hinein, dehnte sich dort, wo heute der Stadtteil Dornbusch liegt, freies Feld aus.Dornbüsche markierten die Stelle, an der der uralte Diebs(grund)weg und der Mar(k)bach, der am Feldgericht beim Kühhornshof (erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1323) entsprang, die Eschersheimer Chaussee kreuzten und die durch eine Landwehr geschützte Frankfurter Gemarkung mit der Bockenheimer, Ginnheimer und Eckenheimer zusammenstieß.

Die Ländereien in Frankfurter Gemarkung waren ursprünglich Reichsgut, hatten später wechselnde Besitzer und gehörten im 19. Jahrhundert größtenteils der Familie Rothschild. Dort gab es mehrere befestigte Gutshöfe. Am Ende des 19. Jahrhunderts existierte am Dornbusch nur wenige Anwesen, im Norden einige Gärtnereien. Der Kühhornshof wurde 1872 fast vollständig abgerissen.
1888 ließen die Rothschilds gegenüber dem verfallenen Kühhornshof ein neues Gut angelegt, das heute im Volksmund der "Bertramshof" ist.

Hier wurde ein Molkereibetrieb errichtet, der seinesgleichen an Größe und Qualität im Umland suchte, so daß er viele Jahre als zentraler Versorgungspunkt der gesamten Region galt. 1911 verkauften die Rothschilds den Betrieb, auf dem dann während des ersten Weltkrieges französische Kriegsgefangene untergebracht wurden.

Nach dem Krieg übernahm die Gärtnerei SINAI den Hof. Im Jahr 1931 wurde hier die Pädagogische Akademie Frankfurt gebaut, ein damals völlig neuer Hochschultyp, zum Zweck der Lehrerausbildung. Der 2. Weltkrieg unterbrach jedoch den Hochschulbetrieb und nach Kriegsende wurde an eine gleichartige Nutzung nicht mehr gedacht. 1966 wurde er an den Hessischen Rundfunk verkauft. Zuvor erging am 2. Juli 1895 ein Magistratsbeschluß, der einen Teil des "Diebsgrundweges" in "Am Dornbusch" umbenannte und Bockenheim wurde eingemeindet. 1910 wurden Eckenheim und Ginnheim ebenfalls eingemeindet, und das Gebiet um den Dornbusch herum wurde in die Stadtplanung miteinbezogen. 1911 wurde aus dem östlichen Teil des Diebsgrundweges der "Marbachweg".
Der Hauptfriedhof wurde erweitert, die Adickesallee entstand, und bis zum Ersten Weltkrieg wurde das "Dichterviertel" zu beiden Seiten der Grillparzerstraße angelegt. Der Erste Weltkrieg verhinderte vorerst die weitere Verwirklichung der großzügigen Planung des Geländes zwischen Marbachweg und Adickesallee. So konnten auf dem freigebliebenen Gelände später Sportplätze entstehen. 1925/30 entstand das Neubaugebiet an der Kaiser-Sigmund-Straße, 1928 das Haus der Jugend, welches nach Ende des 2. Weltkrieges in die Nutzung der amerikanischen Streitkräfte überging, und 1930 nach Plänen von Ernst May die Siedlungen an der Raimundstraße und der Miquelallee.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auf den immer noch umfangreichen unbebauten Flächen mehrere Siedlungen - auch für die amerikanische Besatzungsmacht - erbaut. Am 14. Juni 1945 wurde die evangelische Kirche an der Eschersheimer Landstraße von den Besatzungstruppen beschlagnahmt und erst am 23. Dezember 1954 der evangelischen Gemeinde wieder zur alleinigen Nutzung zurückgegeben. Der Hessische Rundfunk zog in die Pädagogische Akademie und in den dort ursprünglich als Sitz des Parlaments der Bundesrepublik erbauten Rundbau ein.